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clareqw1
Emigrate: Rammstein goes solo. Dark Spy. (July 2007) De
Wie heißt es so schön: "Was lange währt, wird gut." So begann Richard Z. Kruspe, Guittarist und Songwriter der Band Rammstein, bereits im Jahr 2001 mit den Arbeiten an einem neuen Projekt. Anlass dafür waren sein Umzug nach New York und die damit verbundenen vielen neuen Endrücke, die er musikalisch verarbeitete. Nun ist es endlish soweit, und das erste Album namens Emigrate von der gleichnamigen Band wird ab dem 31.August 2007 erhältlich sein. Wer allerdings schon jetzt gern ein paar genauere Infos dazu hätte, sollte sich das folgente Interview zu Gemüte führen. Schließlich ergab sich an einem sonnigen Nachmittag in Berlindie Möglichkeit Richard persönlich zu treffen, um ihm diverse Details über Emigrate wie Rammstein und nicht zuletzt über seine eigene Person zu entlocken.

DARK SPY: Wann hast Du mit der Arbeit an dem Projekt Emigrate begonnen?
Richard Z. Kruspe: Die Idee für ein neues Projekt kam mir im Jahr 2001, als ich mich entschieden habe, das Land zu verlassen, nach New York zu ziehen, zu emigrieren quasi.

DARK SPY: Wie würdest Du Emigrate beschreiben?
Richard Z. Kruspe: In meinem speziellen Fall war schon immer der Wunsch vorhanden, innerhalb einer Band eine gewisse Mitte oder besser gesagt ein bestimmtes Zentrum su zein. Bei Rammstein habe ich das damals nicht gemacht, obwohl das Bedürfnis schon da warveilleicht aus Angst. Natürlich habe ich darüber nachgedacht, wo ich hin will und was ich machen möchte. Es gab eine gewisse Überpräsenz meinerseits bei Rammstein, die nicht immer vorteilhaft war. Um das Auszugleichen musste ich mich irgendwann entscheiden und habe ein neues Projekt gegründet. Dabei gab es keine Demokratie, sondern eine ganz klare Heirarchie. Ich bin jemand, der extrem viel schreibt und kreativ arbeitet. Weil ich eigentlich jeden Tag im Studio bin, entstand schnell eine Vielfalt an Material. Das habe ich versucht umzusetzen. Das Projekt Emigrate ist eine Art Befreiung für mich und meint in gewisser Weise auch Emigration im musikalischen Sinne. Ganz klar, wenn man in eine neue Kultur eintritt, wie ich in New York, eine neue Sprache lernt, anderen Menschen begegnet und all diese Saschen - das muß man irgendwie auch kreativ verarbeiten. Alles kam einfach zusammen. Es sprudelte förmlich aus mir heraus. (lacht) Es ist immer schwer, die eigenen Projekte musikalisch zu erklären.

DARK SPY: Was ist der Unterschied zwischen der Arbeit mit einer Band und der, an einem eigenen Solo Projekt, bei dem es nur auf die eigene Meinung ankommt?
Richard Z. Kruspe: Emigrate ist schon eine Band. Aber bei Rammstein gibt es einen ganz klaren demokratischen Bereich, in dem jeder seine Meinung sagen darf, und alles diskutiert wird. Das beansprucht auch viel Zeit. Wenn, wie bei Emigrate, in einer Band von Anfang an eine klare Hierarchie herrseht, gibt es jemanden, der entscheidet, und die anderen haben nicht die Last, sich mit bestimmen Beschlüssen auseinandersetzen zu müssen. Man kann sich das vorstellen wie einen Fluss. Bei Rammstein liegen viele Steine darin, und es dauert unheimlich lange, bis das Wasser durschfließen kann. Bei Emigrate gibt es keine Steine, weshalb alles ganz anders fließt. Das habe ich sehr stark im Proberaum gemerkt, als wie die Saschen live gespielt haben. Es hat einfach so funktioniert. In zwei Wochen haben wir siebzehn Songs eingespielt. Es was so flüssig, harmonisch und organisch. Einfach ganz anders, als ich das von Rammstein kannte. Ich bin jetzt auch nicht unbedingt ein Diktator. Ich höre mir schon an, was andere Leute sagen, aber am Ende kann ich sagen, ob mir das gefällt oder nicht.

DARK SPY: Du bist mit der Musik von Rammstein bekannt geworden. Viele Menschen werden Emigrate und Rammstein vergleichen. Hast du während der Entstehung des ersten Albums von Emigrate irgendwie darauf geachtet, dass es nicht so ähnlich klingt wie Rammstein?
Richard Z. Kruspe: Das mit dem Vergleichen ist vielleicht eine Schwierigkeit. Aber Emigrate ist schon deshalb anders, weil es in einem anderen Umfeld entstanden ist und einen jedes Umfeld prägt und formt. Mir war klar, dass der Sound und die Songs anders klingen würden, weil ich jetzt in New York lebe und arbeite. Die Sprache, in der icg singe, ist Englisch, das ist natürlich eine Veränderung. Die Art und Weise wie ich Songs schreibe ist ebenfalls anders geworde. Bei Rammstein war es ganz oft der Fall, dass ich etwas geschrieben habe, was musikalisch las Song ohne Text funktionieren musste.
Dann kann Till als Sänger dazu, und meist wurde ein Text quasi auf die Musik raufgepackt. Bei Emigrate ist es eher so, dass Musik und Text gleichzeitig kommen. Natürlich ist man aber immer ein und dieselbe Person. Das Leben des Musikers ist relativ langweilig, weil Du eine Rolle hast, die du spielen musst - dein ganzes Leben lang. Ich habe mir immer gewünscht, einmal eine andere Rolle spielen zu dürfen. Als ich in Amerika angekommen bin, stellte ich fest, dass ich auf die Menschen anders wirkte.
Durch die andere Stadt und Sprache konnte ich mir eine komplett neue Identität ausdenken, das machte echt Spaß!

DARK SPY: Wie würdest du Emigrate selbst musikalisch einordnen? Neben welche CDs sollte Emigrate stehen, wenn du es dir aussuchen könntest?
Richard Z. Kruspe: Es ist natürlich eine Form von moderner Rockmusik, die verschiedene Einflüsse auf weist. Ich werde wahrscheinlich vor dem F und nach dem D stehen J.

DARK SPY: Wirst Du mit Emigrate auf Tour gehen? Ist das geplant oder dein Wunsch?
Richard Z. Kruspe: Ja, ein vager Wunsch ist es. Aber Rammstein is Priorität A, und wenn die Jungs arbeiten, wie im Moment, bin ich natürlich dabei. Deshalb habe ich eigene Tourpläne erstmal hinten angestellt. Ich kann beide Seiten bedienen, das ist wichtig. Ich kann Songs schreiben, kann produzieren, kann Platten machen und Interviews geben und mich um alles andere kümmen. Aber ich kann nicht parallel noch auf Tour gehen. Das schaffte ich zeitlich einfach nicht. Sonst müsste ich mich entscheiden, und das möchte ich nicht... Im Grunde genommen ist Emigrate die Balance meiner Person, um innerhalb Rammstein's bestehen zu können. Viele Leute haben immer gesagt, das ist das Ende von Rammstein, aber es ist das genaue Gegenteil. Das ist für mich der Neuanfang von Rammstein, weil es dadurch wieder eine Balance in mir gibt, die einfach gesund ist, denn alles andere war für mich ungesund.

DARK SPY: Würde es für dich in Frage kommen, etwas anderes zu machen außer Musik? Hast du jemals darüber nachgedacht?
Richard Z. Kruspe: Wenn ich jetzt so 14 oder 15 wäre und mich würde jemand fragen, was ich gern werden will, würde ich sagen: Schauspieler. Was ich an Schauspielerei total gut finde, ist die Möglichkeit des ständigen Rollenwechsels. Man hat die Chance, zu lernen, in andere Identitäten zu schlüpfen. Musikmachen ist einerseits manchmal recht einsam. Auf der anderen Seite ist es einfach ein Medium, was mir sehr liegt. Musik ist etwas Körperloses. Sie ist in vielen Momenten eine Art Werkzeug, um das wiederzugeben, was ich gerade denke oder fühle.

DARK SPY: Ist dir persönlich das Songwriting wichtiger, als später mit den fertigen Songs auf der Bühne zu stehen?
Richard Z. Kruspe: Ja, das ist mir wichtiger, weil Schreiben etwas Kreatives ist und auf der Bühne stehen etwas Reproduktives. Es nicht so, dass ich das hasse. Aber man muß aucg sehen, was man dafür in Kauf nimmt. Man spielt anderthalb Stunden Konzert und muß darauf 14-15 Stunden im Bus, Hotel oder Flugzeug warten. Ich könnte nie Livemusiker werden, der nur um die Erde reist und auf der Bühne steht. Ich brauche eine Umgebung, die ich kenne, und in der ich mich zuhause fühle.

DARK SPY: Was sind Deine momentaren Projekte? Wie sieht es aus mit Rammstein?
Richard Z. Kruspe: Wir arbeiten gerade an einem neuen Rammstein-Album.

DARK SPY: Wann soll es herauskommen?
Richard Z. Kruspe: Das weiß ich nicht. Es ist schön, dass ich mir darüber keine Gedanken mehr machen muß. Es kommt raus, wenn es fertig ist, sag ich jetzt immer. Wir arbeiten einfach daran.

DARK SPY: Super! Vielen Dank!
Richard Z. Kruspe: Gerne, gerne, gerne.

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